notizen @sms2sms | #ScriptedCulture @zhdk kulturöffentlichkeit & digitalisierung: scriptedculture.com (2018)

DAS IST EIN ZETTELKASTEN und keine „Publikation“ (so?)
Die Notizen sind offen zugängliche Ablagen und sind nicht autorisiert zur Übernahme in Massenmedien. Die Verlinkung ist selbstverständlich ok. Danke für den Link zu Ihren Beobachtungen via Twitter oder eMail: sms(ät)dfdu.org Ich nutzte den Kontext der Kunsthochschule meine eigenen Arbeiten zu entwickeln und meine eigenen Annahmen explizit – und damit der Kritik zugänglich – machen zu können. Die Nachvollziehbarkeit dieser Notizen für andere steht nicht im Vordergrund. Nein, das ist keine Publikation. Es gibt viele Gründe, Notizen offen zugänglich abzulegen. (Bitte verstehen Sie mich nicht zu schnell.) Vergl. dazu: Die Form der Unruhe, Band 2, Junius Verlag Hamburg 2010. Falls Lesetexte (auf Medium) entstehen, werde ich diese hier verlinken.


Inhaltsverzeichnis zu diesem Eintrag

B | ScriptedCulture 1 (Notizen | Christian Demand, Merkur Zeitschrift)
B | ScriptedCulture 2 (Notizen | Pius Knüsel, ex Direktor Pro Helvetia, vhszh)
B | ScriptedCulture 3 (Notizen) | Digitalität und das Museum – Community und das Kuratieren von Fotografie Eine Debatte um alte und neue Akteurverständnisse und Paradigmen in der Kuration und Vermittlung von Fotografie. Mit Urs Stahel
B | ScriptedCulture 4 (Notizen) | Digitale Kulturöffentlichkeit, der Markt und die Kunst Eine Standortbestimmung in der Frage, ob und wie ein breitenwirksamer kritischer Diskurs über Kunst in der Digitalisierung möglich ist. Mit Julia Voss, Kunstkritikerin und Publizistin Moderation: Ines Kleesattel
B | ScriptedCulture 5 (Notizen) | Digitale Disruption der Filmöffentlichkeit – das Beispiel des Filmfestivals
Eine Kontroverse über die Un/Möglichkeit des Filmfestivals als Diskurs- und
Echoraum in Zeiten von Netflix.
Mit Christian Jungen, Ressortleiter Kultur NZZ am Sonntag
B | Vernissage
C | Links zu Lesetexten, welche in dieser Zeit entstanden sind.


A | Die eigene Perspektive (WORK IN PROGRESS)

Wovon ich ausgehe (Auch diese Notizen bleiben in ständiger Überarbeitung):

1. Die Perspektive der Sozialen Arbeit

Erklärungen, Hinweise, Links
Soziale Arbeit ist Arbeit am Sozialen
Nicht an Körpern
nicht an Psychen
Die Unterscheidung von physisch-biologisch, gedanklich und sozialer „Welt“, welche sich gegenseitig bedingt, aber nicht vollständig bestimmt, scheint mir ein plausibler, leicht durch eigene Erfahrung zu überprüfenden Zugang zu sein. Und dies ist zugleich auch das Problem der „Kopernikanischen Spaltung“ (Ernst Peter Fischer): Der sinnliche Zugang „zur Welt“ ist mir unumgehbar: In der psychischen für Wahr nehmung, bin ich mir selbst „das Mass aller Dinge“, freilich nicht, weil ich so gut, so speziell, so genial bin, sondern weil sich mir keine Alternative anbietet: Das Indiviuum ist sich selbst „Total“. In der physichen Welt hingegen kann ich mir vorstellen, dass dieses „Ich“ auch nichts anderes ist, als anderes (Tisch, Berg, Wolke) auch. Und in der „Welt“ des Sozialen, ist jenes „totale ich“ irrelevant, vernachlässigbar, gänzlich unbedeutend.“

Ich bin wiederlegt. (Physisch)
Ich ist das, wozu andere Du sagen. (Sozial)
Ich bin mir selbst das grösste Rätsel. (Psychisch)

Das Soziale ist das, was dazwischen ist:
Kommunikation
Vielleicht wäre es besser, diesen Bereich „Austausch“ zu nennen. Insbesondere um „Koproduktion“ und „Interaktion“ zusätzlich unterscheiden zu können. Allein die Anwesenheit eines Körpers hat Wirkung. Etc. Ich bleibe aber bei dem Begriff „Kommunikation“, weil mir dieser ermöglicht, die „radikal konstruktivistisch“ Perspektive zu erhalten. Es geht also darum, dass ich mit dem Begriff „die Perspektive“ meines Denkens andeute.
Du kannst nicht nicht unterscheiden.
Du kannst nicht nicht beobachten.
Du kannst nicht nicht handeln.
Unser #PaulWatzalwick reloaded : Die Axiome 1-3 begründen die Ausgangslage von Komplexität.
Du kannst nicht nicht komunizieren.
Was kommuniziert kommuniziert.
Kommunikation kommunziert.
nicht Menschen.
Was bei #PaulWatzlawick noch ein Axiom war, wurde in unserer reformulierung zu 3×3 Axiomen zu dem, was es längst geworden ist: ein Bonmot. Wichtig scheint, dass wir durch die praktische Erfahrung von „Computer mediated Communication“ #CMC #CMCzrh erst so richtig zu „verstehen“ lernen, was diese Kombination von Paul Watzlawick und Niklas Luhmann meint. Wer die Sätze aus den 60er und 70er Jahren bis heute nicht begriffen hat, muss sich ledliche an den Computer setzen und es „erleben“ ;-)
Es geht um Macht & Ermächtigung.
Es geht um Behinderungsmacht.
Es geht um Begrenzungsmacht.
Das ist ein Klassiker der Sozialen Arbeit (Silvia Staub-Bernasconi). Im Sozialen werden alle „Ausstattungsmerkmale“ zu Mitteln der Macht. Eben gerade, weil das Individuum im Sozialen so irrelevant ist, musste es ja mit dem „Tabu“ der unantastbarkeit der Würde belegt werden. Dass dieses Tabu nicht genügte, ist längst offensichtlich geworden. Im Krieg, im Mittelmeer, in der Sahelzone: Wenn die Würde des Menschen unantasbar wäre… Die Dienstleistungsgesellschaft, die Umformurlierung von BürgerInnen zu „Ich AG“s“ etc. haben längst gezeigt, dass das Individuum präkarisiert bleibt und dass der Wille zum Schutz einzelner Körper höchst selektiv geblieben ist.
lokal – regional – global typische Interventionsebenen, welche für Menschen nachvollziehbar sind.

2. Das Manifest

(…)

(7) The Next Organization Will Not Be Organized. #ANARCHkonf

(8) There Is No Such Thing As A Next University. #NextSociety

(9) Human Beings Are Useful in Networks or Waste. (vergl. Zygmunt Bauman)

(…)

dfdu.org/manifest (Der Versuch, schnelle Zugänge zu dem zu bauen, was mir als „relevante Fragen“ erscheinen.)

3. Die vier Folien vom #medienlǝsɥɔǝʍ

Für eine rasche Einführung in die Idee: Ein Video mit Prof. Dr. Dirk Baecker. Ich versuche – so weit es mir möglich ist – seinen Hinweisen im Anschluss u.v.a. an Niklas Luhmann, GdG, Kap 2ff zu folgen… Als Zeichen für die vier „Folien“ nutze ich folgende Symbole.:

Sprache
+ Schrift
Buchdruck
# Computer

Mich beeindruckt insb. die Möglichkeit, #Neuzeit, #Aufklärung, #Moderne (durch die Folie von ≠ Buchdruck) beschreibbar – und damit unterscheidbar – wird. Damit können rasch aktuelle Herausforderungen sichtbar gemacht werden. Soziale Arbeit ist eine klassische „Handlungswissenschaft“, welche – ähnlich wie „Public Health“ oder auch die Ingenieurskunst – ein „Worst-Case-Denken“ favorisiert. Mit dem wesentlichen Unterschied, dass der Ausgangspunkt von Sozialer Arbeit – seit ihrem Professionalisierungsbeginn – eine prozessual-systemische Heransgehensweise erforderlich machte. Die für mich wichtigen Herausforderungen?

Erstmal – ausser in esoterischen, spirituellen, parawissenschaftlichen Umfeldern – wird in dieser Kulturgeschichte akzeptiert, dass nicht nur Menschen miteinander (relevante) Informationen austauschen. Wir bezeichnen diesen Umstand mit einer n:n-Kommunikation (im Unterschied zu 1:1, 1:n, n:1-Settings) Damit öffnet sich „menschliche Kommunikation“ (Paul Watzlawick) für den Austausch mit Maschinen, abstrakten Dingen und konkreten Prozessen. Dieses Forschungsfeld wollen wir #SocialRobotics nennen. (So könnte auch der direkte Bezug zur Teilnahme an #SmartCuration gezeigt werden.)

4. Das Glossar

#medienlǝsɥɔǝʍ – Das Glossar (Der Versuch, ein konsistentes Begriffsvokabular aufzubauen.)

5. Gespräche & Begegnungen

1st-Friday #SOZIALARBEIT-Stammtisch 16-18h, Asylstrasse 9, 8032 Zürich
(Keine Voranmeldung nötig)

Wenn aktuell Podcasts entstehen, lege ich diese auf Soundcloud ab.

6. Zum Setting an der ZhdK

Das kommt mir doch sehr bekannt vor. Vergl. dazu meine aktuelle Arbeit an: „Das Konvolut


↑ top

B | Notizen während der Teilnahme



↑ top

 

 


#ScriptedCulture 1

5. April 2018
Kultur, ihre Welteinteilungen, ihre Akteurperspektiven, ihre Öffentlichkeitstrategien
Mit Christian Demand, Journalist und Publizist, Herausgeber Merkur
Moderation: Ruedi Widmer

Links: Christian Demand, Merkur

Meine Fragen in der Vorbereitung (Auf Grund seiner Titelsetzung):

  • Was meint „Kultur“?
  • Der Begriff „Welt“?
  • Akteure (als Unterscheidung von Passeure (Passive), Zuschauende, … ?) Inszenierung von Hierarchie?
  • Perspektivität
  • Was meint „Öffentlichkeit“ unter der Bedingung einer Netzkommunikation (aka #Computer). (Bzw wie gelingt es, diese Unterscheidung von Massenmedien:Netzkommunikation nicht zu machen?)
  • Strategie (Ziele?)

Unterscheidungen:

Ruedi Widmer stellt Christian Demand vor:

  • messestädebauer
  • …???
  • übersetzer (portugiesisch:deutsch)
  • absolvent deutsche journalistenschule
  • professor für kunstgeschichte
  • merkur: anachronismen? fragt Ruedi… (wie physische präsenz, berufsbezeichnungen etc)

Notizen zum Input von Christian Demand (Die 5 Thesen)

These 1

  • alles bleibt gleich, bloss schranken fallen weg? (subtraktionsprinzip, #dfdu)
  • SELEKTIONsfilter fallen weg
  • Moment der Ermächtigung
  • der einzelne wird zum akteur eines feldes (ProdUser)
  • Leserinnen-Hörerinnen (ökonomisierung?) digitalisierung ≠ niveauverlust

These 2 (ökonomisierung)

  • abschlusssatz these 1 macht vorbereitung auf these 2 ökonomisierung (!)
  • aufmerksamkeitsökonomie (ökonomisches kriterium, nicht wissenschaftlich)
  • „dieses zeugs einfach geklaut wird“ (defizitär)
  • „keine resonanz haben“ (im internet praktisch unmöglich)
  • „neue abhängigkeiten“ (defizitär)

These 3 (mehr aufwand)

  • Es wird nicht einfacher, es wird aufwändiger (defizitär)
  • (Das Problem der Biografischen Erzählung)

These 4 (mehr aufwand)

  • „Aufrüstung“ (aggressiv, defizitär)
  • „ein blog eröffnen ist wie ein hund kaufen: du musst den ständig ausführen und bist zudem vom tierschutz beobachtet.“ (aggressiv)
  • (…)

These 5

  • gefangen ist der untescheidung: dystopisch:utopisch (was ist sein vorschlag, dem dilemma zu entkommen?)
  • (…)

Kommentare:

Fragen:

Flankierender Votant, Pascal Urscheler:

  • Datenhörigkeit – das problem „menschen glauben nicht mehr menschen“
  • netflix (die produzieren selbst inhalte) – spotify (reine technologie)
    netflix scheint pascal ein wichtigerer ansatz zu sein
  • „Nachfrageorientierung“ wäre wichtig…

Jean-Pierre Hoby (NZZ, Direktor Kultur der Stadt Zürich von 1983 – 2010)

  • möchte ein nächster Player einführen: „öffentliche Hand“
  • barbara basting ergänzt und bestärkt
  • es mündet in eine nächste verarbeitung des #NoBillag traumas. hoby freut sich über den aspekt, dass „die menschen“ zahlen wollen für journalismus… etc. etc.
  • (…)

Meine Fragen an Christian Demand (Vorbereitung):

  • A – Die Suche nach Unterscheidungen, welche einen praktischen Unterschied machen (Der Versuch zu Distanzierungen)Das Problem der biografischen Erzählung generiert Unterscheidungen, welche mir möglicherweise keinen praktischen Unterschied machen in Bezug auf Beschreibung und Bearbeitung von Herausforderung „auf der Höhe der Zeit“: Das Einschiessen der Elektrifizierung in die „Menschliche Kommunikation“ (Paul Watzalwick) ist ein sehr sehr langfristiges „Projekt“ (Morse 1833 als mögliches „Startdatum“ ;-)Links:
    Demand bezeichnet sich selbst als „Fernsehkind“.
    2007 hat Swisscom das lineare Fernsehen pulverisiert.
    Vilém Flusser hat unter dem Eindruck von Fernsehen die Idee der Telematischen Gesellschaft entwickwelt.- Unter der Bedingung von totalökonomisierten Verhältnissen (in den 00er Jahren durfte so auch im wissenschaftlichen kontext geredet werden!) besteht das Problem, dass die „Biografische Erzählung“ u.v.a. zur Dominanz „der Frage nach Geschäftsmodellen“ führt. Dieses „Jammern über den Verlust des Businessplans“ ist individuell nachvollziehbar, aber umstandlos müssig und auch tendenziell langweilig. Jammern ist eine Strategie. Mitunter höchst erfolgreich. Im Kontext von wissenschaftlichen Theorieüberlegungen aber nicht provozierend, überraschend, faszinierend etc. Im Gegenteil: Aus der Perspektive von #medienlǝsɥɔǝʍ, könnte präzis der Entzug der ökonomischen Basis als der eigentliche Clou gezeigt werden. Jedenfalls liesse sich das auch in der Tradition der 68er Rhetorik leicht verorten: Vergl. dazu Oberhauser Manifest.- Aufmerksamkeitökonomie ist eine an sich kein wissenschaftlich legitimierbares Argument. Es geht ja um Kritik! Um das Formulieren von Thesen und die Verifizierung/Falsifizierung von Überlegungen. (Genau diesen „Habitus“ nutzt Demand mit seinen „5 Thesen“, welche eigentlich ja gar keine sind. Ein anderes Thema ;-) Es geht um die Akzeptanz der Subversion des besseren Argumentens. Und da genügt ein einziges Feedback. „Dass sich KEINE SAU (Demand) für meinen Zettelkasten, für mein Blog interessiert, wird in keinem Moment zu einem wissenschaftlichen Problem.“ (Vielleicht zu eine psychischen, ökonomischen etc. etc., aber nicht zu einem Problem im Prozess von wissenschaftlicher Erkenntnis.) Die Chance im Internet zu einem einzigen Feedback zu kommen, ist extrem hoch. (Das ist eventuell ein nächstes, psychischesProblem. Aber aus der Perspektive von Neuzeit, Aufklärung, Moderne bloss die Erfüllung eines uralten Traumes, bzw umstandlos DEM aufklärerischen TRAUM: Sapere aude ;-) Kurzum: Die nicht-mehr-Akzeptanz des „besseren Argumentes“ – zu Gunsten von Aufmerksamkeitsökonomie – ist ein dramtischer Wechsel und zu tiefst anti-aufklärerisch… mir scheint: dieser Weg ist uns versperrt! (So weit ein Distanzierungsversuch aus den Klebrigkeiten autobiografischen Erzählungen.)B – Die drei Fragen: Drei Hinweise zu einer Radikalisierung der 5 Thesen:
  • 1. Demand verharrt auf der Unterscheidung Produzent:Konsument. Das ist nachvollziehbar aus ökonomischer Sicht, nicht aber aus den Thesen heraus. Dort wird der Aspekt der Ermächtigung explizit erkannt.
  • 2. Konvergenz der Dateiformate: Text, Bild, bewegtes Bild, Töne… Das wird nicht explizit als Vorteil erkannt. Das ist nachvollziehbar als Produzent eines Textmagazins, entwickelt sich aber nicht aus den Thesen heraus. (Als Journalist und aus der Akzeptanz der Erhöhung der Zugänglichkeit von „Daten“, „Informationen“, „Wissen“ entsteht ein Interesse an: Storytelling | Input zhdk 2009.)
  • 3. Was gänzlich unbeachtet bleibst, ist die Anerkennung von einer historisch so noch nie möglich gewordene Möglichkeit einer n:n-Kommunikation, welche „menschliche Kommunikation“ massiv darüber hinaus ausweitet. Das ist keine „Zukunft“, keine „Vision“, keine „Option“: Das ist knallharte Realität. (Dafür bräuchten kommunikative Labore… ;-)

Reaktion von Christian Demand:

  • Das biografische in Schutz nehmen. Das biografische vs. das anektodische abgrenzen: „Ich halte meine Erlebnisse für Exemplarisch.“ (ok. das ist nicht der punkt.)
  • Produzent:Konsument – das macht für ihn als MERKUR macher sinn. (ok. das ist nicht der punkt.)
  • auf 2 und 3 geht er nicht ein.
  • these 5: „ich schliesse meine thesen durchaus mit ein: die gedanken sind das papier nicht wert“. (ok. schön haben wir drüber geredet, so?)

/end

↑ top

 

 

 


#ScriptedCulture 2

18. April
Kulturöffentlichkeit und digitale Bildung: Was ist eine Bibliothek?
Mit Pius Knüsel, Direktor Volkshochschule Zürich, eh. Direktor Pro Helvetia
Moderation: Basil Rogger
Flankierender Votant: Stefan M. Seydel

notizen zu den thesen

1
was ist wertvoll?
betonung des originals? (original von was?)

knüsel beantwortet die frage nicht, was denn EIN BUCH sei, was in einer BIBLIOTHEK gelagert wird…
die frage nach der funktion wird nicht gestellt.

vergl. letzte these: genese von wissen

2
freier eintritt + ruhe. #ServicePublic
freier zugang zu daten, informationen, wissen

3
bibliothek als ort – als MODELL – von wandel. (finde ich supr. erlebe ich auch so. rafael ball wäre da wirklich ein interessanter innovator.)
aber dann wird es gleich wieder kulturpessimistisch: begraben

4a
zerstört
biotop (biologistisch, auch abwertend, gell?)

4b
die bibliothek der gegenwart, müsste es heissen. odr?

pfarrheim (er konotiert es positiv!)

4c
umsorgender staat (positiv oder negativ? unklar)

4d
alles geprüft. (ist wohl zynisch, gell?)

5
neues wissen generieren wäre wichtig. ist in der bibliothek aber unerheblich.
zusammenfassung:

1/5
die frage nach dem medienwechsel
was war ein buch?
was ist wertvoll?
was ist ein original?
– ohne theorie bleibt das diffus ;-)

2
freier zugang zu freiem wissen als service public
– forderung

3
modelle des wandels

(einfügen | meine frage)

das buch ist zunächst ein wurfgeschoss (pius knüsel)

Was ist eine Bibliothek? (Pius Knüsel)

Notizen

  • schriftlichkeit wird immer wichtiger
  • vorher meinten wir: audiovisualisierung sei das nächste grosse ding. aber dann kam das internet…

  • die alten kaufen noch bücher
  • bibliotheken sind für die alten ausweichmöglichkeiten, wenn bücher zu teuer sind etc.

hinweis auf DOKU ZUG http://www.doku-zug.ch/
– wird derzeit gerade „weggeputzt“

ein dokumentalist fasst rafael ball zusammen:
– bibliotheken seien wissenspeicher

einführung: „das was jetzt pius knüsel gemacht hat, ist das niveau von rafael ball…“

medienkompetenz:

  • es war ein interview von einem journlisten 2016 der nzz
  • der ist voll in panik und hat rafael ball einfach missbraucht
  • rafael ball im orignal lesen, wäre ein erster schritt
  • die zweite bezugnahme auf kulturplatz srf und ein nächster fehler…
  • das sind einfach keine akzeptierbaren quellen…

MEINE FRAGEN:

knüsel macht die unterscheidung eines „vorher – nachher“ einer bibliothek. aber was ist eigentlich der entscheidende unterschied?
– kommt dann doch die zeichenkette „digitalisierung“?

  • was ist ein buch?
  • was ist eine bibliothek? (als ort des wandels von zugang zu wissen)
  • ist die genese von wissen weiterhin das hauptanliegen?

Wie auf ein Vortrag reagiert wird, welcher noch nicht gehört worden ist?

Was war Biblitohek?
– Schon die Frage verrät das missverstandene. Es wird so getan, als wäre das, was uns jetzt erscheint – hier die bibliothek -, zwar etwas gänzlich anderes sei, aber eben doch bloss in der erscheinung… darunter, dahinter – wenn ganz gründlich geschaut würde! – dieses so verwirrend andere, eben doch bloss eine fortsetzung eines früheren, die fortsetzung eines davorigen, eine überraschend kreativ nächste variation eines noch älteren sei…

das hofften sich die bischöfe auch. wenn sie auf die druckerzeugnisse der protestanten guckten. aber wie wir heute wissen: es war eben doch etwas anderes. (nein: etwas anderes. NEIN: etwas ANDERES. NEIN ETWAS ANDERS und anders als so.)

schlimmer noch: die bischöfe warnten uns. immerhin: wer hat den jungen professoren der neuesten universitäten griechisch, lateinisch, mathematisch gelernt? es waren die klosterschulen. selbstverständlich. wer hatten diesen jungen gebildeten denken, logik, kritik beigebracht? selbstverständlich: es waren die klosterschulen. lesen, schreiben, rechnen: ein lächerlicher kanon im vergleich zu den sieben freien künsten. eine lächerlicher abklatsch… und sie warnten uns. die bischöfe.

hunderte von jahren, konnte dies böse machtkirche gesellschaftliche entwicklung konzentieren. grösste kulturelle entwicklungen wurden ermöglicht. in architektur, bildender kunst, musik, literatur… was dagegen konnte 200 jahre neuzeit, aufklärung, moderne? keine hundert jahre brauchten diese modischen moden, bis sie die kleinsten atome spalteten und ausflüge zu den fernen sternen realisierten… sie haben uns gewarnt, die bischöfe, pfaffen, päpste…

die klösterliche bibliothek wurde zu einer universitären bibliothek: aus der seelenapotheke wurde ein archiv der kontingenz: alles ist anders möglich. PäNG.

das war bibliothek. jetzt geht es anders weiter. GOTT SEI DANK ;-)

Vorbereitung/Links:
WAS WAR BIBLIOTHEK?

ein votant spricht studierende als kunden an… ;-)))

ruedi widmer fasst zusammen…
#NoBillag stehe noch immer im raum. die themen, welche dort nicht weiter angesprochen worden sei…
das „niveau-rafael-ball“… ein kampf um deutungshoheit…

pius knüsel reagiert auf: „ordnungspolitik“
– ob gegenbewegungen rechts oder links sind, ist mir eigentlich egal. aber es braucht gegenbewegungen (pius knüsel)

Unser Beitrag 2012/Potsdam: Stadt der Ströme (Kongress der Bibliothekswissenschaften)

(…)

↑ top

 

 


#ScriptedCulture 3

26. April
Digitalität und das Museum – Community und das Kuratieren von Fotografie
Mit Urs Stahel, freier Foto-Kurator und Publizist, Dozent ZHdK
Moderation: Ruedi Widmer

ruedi widmer macht einen (spannenden) übergang von #ScriptedCulture 2 und 3

1 | noch so ein sieg und wir sind verloren #phyrrussieg

bsp kodak: hoffnung „digitalisierung“ könnte so etwas sein wie „polaroid„: ein nebenher für laien, fürs experimentelle, fürs spontane…

bilder machen:
– geht es nur um die menge?
– geht es um on/offline?

„komplexe bilder“

„komplexe ausstellungen“

„schnelle bilder“ beschossen werden

nicht mehr fähig sein, weil übersättigt…

„scheinbar gibt es leute, die solche bilder (auf instagram) 18 stunden am tag anschauen“

ufff #AIBS

2 | „propaganda ohne den ton von propaganda“

  • wortmeldung
  • von wem?
  • darf er sprechen oder nicht?
  • plötzlich dieses #SmartCuration thema
  • GANZ GROSSES KINO

3 | statt…

„alles wird fotografiert“
– weniger zeit zum denken, lieben, wissen anzueignen…

nicht mehr ästhetische ansprüche

eher soziale funktion

das „ursprüngliche“ gespräch ersetzen…

„communication is all“

4 | #medienkompeten (als strategie des hierarchie-erhalts, erneuerung, bestätigung… etc.)

  • der sprecher aus dem internet nimmt sich jetzt doch das wort
  • wunderbar :-)))

in bezug auf 1: wenn: dann ein sieg über NICHT wissen, NICHT kommunikation… etc. es wäre angemessener als eine AUSWEITUNG EINER KULTUR zu erkennen… (aufklärung, etc.)

bilder als kommunikationsfragmente

iconic turn: https://de.wikipedia.org/wiki/Ikonische_Wende 

peter: ausweitung eines kulturellen programms

die druckerpresse –

selfie –

kulturpessimismus war nicht MEIN vorwurf…
naiv wollte ich nicht wirken…

ablenkung?
– wer keine praxis hat, könnte darauf kommen, dass social media/internet/etc. sehr schnell sein könnte…

aufmerksamkeitsökonomie?
– ist ein ökonomisches argument
– das interessiert mich auch nicht

das bild als universalsprache (peter)

wieviele leute erreicht das?
– ökonomisches argument

was verstehen wir überhaupt von diesen bildern?
– medienkompetenz als mittel zur hierarchiebildung

sender – empfänger
– das hat elektrizität gelöscht: #PaulWatzlawick

bilder sind schwach kodiert
– eben gerade darum eignenen sie sich besser als projektion von „universal/global?/sprache“… „volkssprache“ (urs stahel)
– piktogramm https://de.wikipedia.org/wiki/Piktogramm

das gleiche sehen
– was meint „gleich“?!?

wir müssen wissen, dass wir wissen, dass wir nicht das gleiche wissen

nein. diese herausforderung kann über die unterscheidung jung/alt nicht gefasst werden… #ScriptedCulture 3

als hätten wir keinen „radikalen konstruktivismus“, solipsimus etc. etc. diskutiert…

die bilder werden heute wichtig?
waren früher nicht wichtig?

  • sich kein bild machen von gott
  • bildersturm

das konzept der hyperaffirmation wurde noch gar nicht verstanden ;-)
als sozialarbeiter verstehe ich es als eine art von „arbeit am sozialen“
#medienlǝsɥɔǝʍ können als treiber von „metamorphosen der sozialen fragen“ (robert castel) verstanden werden

der professor meint:

  • man muss die unterscheidung „künstlerisches/laien“ bild aus pragmatischen gründen machen…
  • für mich ist arnold schwarzenegger kunst @joergscheller1
  • von der wertschöpfung her denken…

das bild war schon immer wichtig
und es war schon immer klar, dass das auge das schwächste, das verführerischste, das tauschungswillgste menschliche organ ist.
„du sollst dir kein bildnis machen „- koppelung mit dem goldenen kalb

ökonimisch-pragmatisch
wissenschaftlich-analytisch-semantisch

bild gleicht sich textnutzung an

selfieforschung – joerg scheller
– du fotografierst ein selfie (eine pose, welche für selfies bekannt sein)

#metadaten

digitalisierung ist eine technik
nichts anderes als die druckerpresse
(jean-pierre hoby)
es ist an uns, einen weg zu finden, was gute/schlechte bilder sind

joerg will eine unterscheidung digital/analog einführen :-)))

einwurf: community kam auch nicht vor…

vorbereitung:

↑ top

 

 


#ScriptedCulture 4

3. Mai
Digitale Kulturöffentlichkeit, der Markt und die Kunst
Mit Julia Voss, Kunstkritikerin und Publizistin
Moderation: Ines Kleesattel

meine Notizen:

ps: heute (wiederum) keine einzige person ausserhalb des raumes „anwesend„…

(zuerst läuft die präsentation am mac nicht. dann kommt echo von facebook live.)

vorstellerin und rednerin erwähnen namentlich, mit wem sie diskutieren wollen. (das publikum? naja… auch…)

(probleme mit der präsentation)

es seien zwei stile entwickelt worten:

  • serie
  • post-internet-art

mussen als news/medienplattformen

(sie zeigt eine instagram seite – kurz vor schluss. eine studientin mit kunstkritik… 2do suchen!)

FRAGEN von den „offiziellen fragerinnen“:
– sie steigen auf die frage 3 ein.
– die innovativste idee: eine kommentarspalte auf dem hochschulblog ;-)
– „wir fühlen uns – als hochschulprofs – nicht „equiped“ – um im internet aktiv zu sein“ … gleichzeitig sagen sie, dass die kinder am smartphone unterwegs seien…

den twitter-feed bespielen, das kann schon jeder… aber…

  • warum tut man es?
  • wofür?

der marketing-mann erklärt, dass es halt marketing brauche, zielgruppen bestimmen… das töne jetzt sehr wissenschaftlich…  ich fall vom stuhl…

neue formate entwickeln voss: „schnell und wendig“ (weil die definition #kunst – die funktion ist nicht geklärt)

voss hat sich jetzt mit einem wirtschaftsjuristen zusammengetan um eine neues projekt zu lacieren…

ablehnung von these 1

„die frage ist ja immer: was bestimmt die märkte“

die ökonomisierung des internets wurde in der phase web 2.0 mit „boulevardisierung“ und „plattformisierung“ beantwortet. (im „westen“)

das #setting als selbst-erfüllende-prohezeiung. #SmartSetting

 

jean-pierre hoby – verteidiger des UNIKATS… er hat ACCESS von rifkin nicht gelesen ;-)
– das hat alles gar nicht mehr mit kunst zu tun.

so kann ich einsteigen:
– einverstanden mit jean-pierre hoby: es hat nichts mehr mit kunst tun. weil ökonomisiert bazon brock. harald falckenberg: aus dem maschinenraum der kunst 2007
– nicht einverstanden: es geht nicht mehr ums unikat: es geht um anderes. access… 2000
– das schliesst an diskussion vom letzten mal an: aktuelle phänome als eine konsequente, hyperaffine weiterführung… bsp: selbstportrait – selfie etc.
– was ist kunst? die zeichenkette digitalisierung führt nirgends hin… digitale kunst, digitale gesellschaft, digital medien… das ist weniger quatsch, als dass es umstandlos quatsch generiert…
– mögliche frage: warum akzeptieren sie die kunst in der form der ökonomisierung? die frage nach der FUNKTION von kunst, würde mE weiter führen…. sie machen ja die öffnung über „modern“ 2 stile – barock viele –

(habe mich zwar gemeldet, sie hat mich zwar notiert. jetzt ist aber schluss. sie reden unter sich…)

 

 

meine Fragen:

 

 

(…)

↑ top

 

 


#ScriptedCulture 5

14. Juni (ZHdK Raum 5.K04)
Digitale Disruption der Filmöffentlichkeit – das Beispiel des Filmfestivals
Mit Christian Jungen, Ressortleiter Kultur NZZ am Sonntag
Moderation: Ruedi Widmer

christian jungen war gestern noch in los angeles. er ist sichtlich beeindruckt von jenen tagen. auch vor dem live-stream sprach er von den erlebnissen…

was es früher war:
ein festival war einmal ein ort der entdeckungen…
es war einmal eine plattform, wo sich die szene treffen konnte…
die filmmacher gingen ans festival, um von der massenmedialen aufmerksamkeit zu erhalten…

was früher die interessen waren:
festivals wurden aus politischen und touristischen gründen erfunden… heute insb. standortmarketing.

aktuelle reaktion:
festivals als brands… MEHR DES SELBEN… wandel 1. ordnung

überhitzung vermeiden
– aufmerksamkeitsökonomie

event mit added value…

was daran ist verteidigungswürdig?
– eben

#DISRUPTION:

  • film wird als medium irritationslos gestützt
  • der begriff #digitalisierung wird irritationslos genutzt.
  • der unterschied von produzent:konsument wird irritationslos genutzt.
  • die funktion journalist als kritiker und gatekeeper wird problematisiert. (geht glaubs richtung: wir werden manipuliert von den festivals. gebt uns geld, damit wir weiterhin kritisch berichte können, so?)
  • es scheint keine politischen fragen oder anliegen zu geben: es ist eine starke auseinandersetzung mit ökonomischen fragen…

jetzt kommt doch noch zu „the long tail“… es könnte also um vielfalt gehen…

 

 

(…)


↑ top |

 

 

15. Juni, 18h Buchvernissage

(…)


↑ top

 

 


C | Links zu Lesetexten, welche in dieser Zeit entstanden sind

  1. #SmartSetting: Archiv: Vorgängermodul: Was war Kritik? (2017)
  2. #ScriptedCulture 1: Eine suprkrze Geschichte des besseren Argumentes (Medium)
  3. #ScriptedCulture 2: Was war Bibliothek? (Medium)
  4. #ScriptedCulture 1/2/3: Das Märchen vom Krieg (Medium)
  5. #ScriptedCulture 3: Was war ein Bild? (Medium)
  6. #ScriptedCulture 4: Was war Kunst? (Medium)
  7. #ScriptedCulture 5: Was war Film? (Medium
  8. #SmartSetting: m/ein Vorschlag für eine Fortsetzung

/end


Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese HTML Tags kannst du verwenden:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>