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„sich der verwertbarkeit entziehen“
wollte auch schon hugo ball #DADA

hier gehts zum impressum für diesen zettelkasten

hermann_nitsch

ma stefan m. seydel/sms ;-)

@sms2sms | youtube.com/sms2sms | foundr rebell.tv | ex-field correspondent rocketboom.com | junius vrlg hmbrgdie form der unruhe bd 1+2 | dfdu.org | membr PENclub | die hy/story der zettelkästen seit 1995: blog.rebell.tv
bildquelle: hermann nitsch, rebell.tv/2007

 

blurbing von @DaddyD FM4 (wien) auf der Rückseite von „Band 1“ von #dfdu

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https://twitter.com/HHubchen/status/533381232357572608

erinnern – gedenken – erneuern #serie

andere zugänge zu diesem #zettelkasten?

der workflow von rebell.tv – beschrieben im band 2 von „die form der unruhe“ hat sich bloss wenig verändert: aktuell sieht dieser so aus:

was meint eigentlich #erfolg?

aus dem archiv von rebell.tv

dieser #zettelkasten wurde in der zeit meiner tätigkeit für das kloster disentis entwickelt und in betrieb genommen. ein überblick früherer „offen zugänglicher“ (nicht „öffentlicher“ und auch nicht „veröffentlichter“!) ablagerungen gibts unter: blog.rebell.tv | der aktuelle stand meiner tätigkeiten finden sich unter http://dfdu.org/impressum/

der name disentis/mustér | dissentis | dissent.is not consens.us ;-)

bgmehr über die kephalophoren in churrätien und die klostergründung in disentis/mustér | die älteste kirche im dorf disentis/mustér ist im übrigen der heiligen agatha gewidmet. ebenfalls eine geschichte, welche „meine“ interpretation von disentis/mustér als „muster im umgang mit dissens“ unterstützt. nicht der gehorsam gegenüber menschen, sondern gegenüber #gtt – jenes nie anwesende unerfassbar unaussprechliche, diese 5. position im tetralemma – steht im vordergrund.

 

Kloster_Dissentis1698http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Kloster_Disentis1698.jpg

die einzige schreibweise, welche ich im öffentlichen raum bisher gefunden habe:

selbstverständlich: der dissent ist der normalfall. nicht der konsens. einen umgang zu suchen mit konsens ist nonsense. aber wie können menschen verbindlich etwas zusammen machen, wenn dabei jedem einzelnen vorbehaltslos die möglichkeit zum dissens zugestanden wird?

2014 feiert(e damalsmein (damaliger) arbeitgeberdas kloster dissentis – sein 1400 jähriges bestehen: STABILITAS IN PROGRESSU. und als präfekt entwickelte ich zusammen mit tina piazzi „eine benediktinische pädagogik auf der höhe der zeit“.  wir gingen dabei davon aus, dass die unterscheidung „kindheit“ (trennung von „erwachsenen“, „alten“, „fähigen“, „wissenden“ etc.) massgeblich an orten wie diesen entwickelt wurden. und als „der letzte präfekt“ in dieser langen reihe von pädagogen, prüften wir die idee, ob wir diese unterscheidung – so wie sie gemacht wurde! – auch wieder löschen könnten. (könnte es also sein, dass die #schrift die unterscheidung #kindheit hervorgebracht hat. und könnte es sein, dass #computer diese unterscheidung wieder löscht?)

„die liste der gelöschten unterscheidungen“ haben wir in band 2 von „die form der unruhe“ #dfdu entwickelt… ACHTUNG: dieser zettelkasten gibt NICHT die meinung meines arbeitgebers wieder. und auch nicht jene des klosters. und auch nicht meine eigene. darum ja auch die arbeit mit einem zettelkasten. ich mache hier „offen zugänglich abgelegte suchbewegungen“. keine veröffentlichungen.

und hier noch was zu ein paar anderen wörtern ;-)

drei geschichten aus dem medelsertal. (die medelser gelten als „schildbürger“ oder „ostfriesen“ von graubünden:

(1) kommt ein bergbauer zum ersten mal aus dem medelsertal nach mustér und staunt nicht schlecht, wie er das tal richtung chur hinunter sieht: „oh! es gibt ja noch dörfer unterhalb von mustér!“

(erklärung: die welt hört in disentis nicht auf. das kloster, erlebt als ein „zapfen auf einer flasche“ rheinschlucht/medelsertal.)

(2) kommt ein bergbauer an ostern nach mustér und staunt darüber, dass die glocken läuten und alle leute in schönen kleidern zur klosterkirche laufen. fragte er, was los sei, wird ihm gesagt, dass jesus gestorben sei. meint er: „ohje, der ärmste! ich wusste gar nicht, dass er krank ist.“

(erklärung: im ggs zu 1 wo das kloster als sehr dominierend beschrieben wird, erzählt der 2. witz, wie unberührt daneben doch gelebt werde konnte. ein abschätziger ton für eine dominant katholische umgebung schwingt freilich gut hörbar mit.)

(3) kommt ein bergbauer nach curaglia, sieht das grosse kloster im tal unten und fragt: wie heisst dieses dorf dort unten? sagt der andere: muschtee, muschtee, muschtee!

(erklärung: bei der eröffnung der messe, wird das gloria gesungen… die normalbevölkerung konnte natürlich kein latein. also sagten ihnen diese worte nichts. ausser eben: dort wo ständig die messe gefeiert wird, ist eben „mustér“ ;-)

2do list: theater in andermatt: quellensuche: „unter dem hut des abtes ist gut leben.“ (oder so ähnlich)

(erklärung: das kloster disentis war nie ein macht-kloster. es war nie offensiv, hatte nie grosse ländereien, gab ohne grossen widerstand ländereien oder einflussgebiete auf etc. etc.)

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